Flaschenpost # 2

Ein Satz von Peter F. Drucker begeistert mich: «Your first and foremost job as a leader is to take charge on your own energy and then help to orchestrate the energy of those around you.».

 

So bin ich dann auch ins neue Jahr gestartet mit Genugtuung, meine Energie über die Festtage aufgeladen zu haben. Aber: Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt!

 

Ich wurde von der Grippe heimgesucht, aber nicht über Nacht, sondern schleichend. Im Wissen, viele Projekte vor mir zu haben, gönnte ich meinem Körper nicht die notwendige Ruhe. Und muss offen gestehen, dass ich persönlich erfahren habe, was unter dem Begriff «Präsentismus» wirklich gemeint ist, obwohl ich mich in den letzten Jahren beruflich mit Absenzen, Präsentismus und Leistungsfähigkeit von Teams und Unternehmen auseinandergesetzt habe.

 

Per Definition bezeichnet man unter Präsentismus das Verhalten von Arbeitnehmenden, trotz Krankheit (oder Unfall) zu arbeiten, obwohl das Nichtarbeiten aufgrund des Gesundheitszustandes aus medizinscher Sicht angezeigt wäre, mit anderen Worten: Arbeit trotz stark reduzierter Arbeitsunfähigkeit und damit stark reduzierter Leistungsfähigkeit.

Studien schätzen, dass 2/3 der Kosten, welchen Unternehmen durch Krankheit entstehen, durch Präsentismus verursacht werden. Kurz: Präsentismus kostet mehr als Absentismus.

Und so war es dann auch. Meine Leistung war über mehrere Tage und sogar Wochen nicht so, wie ich sie von mir gewohnt war, weder quantitativ noch qualitativ. Also entschloss ich mich, nicht gegen die Grippe zu kämpfen, sondern sie geduldig vorbei ziehen zu lassen. Und nach kurzer bewusster Genesungszeit wurde mir noch mehr bewusst, was der Unterschied zwischen Leistungsfähigkeit und Präsentismus ist.  

Fazit: Ich freue mich, meine Energie, Ideen und Motivation in Ihre Projekte, Talente und organisationale Leistungsfähigkeit zu investieren!


Flaschenpost #1

Meine Kinder fragten mich: "Was sollen wir den Leuten sagen, wenn sie wissen wollen, was deine Firma anbietet?"

 

Ich antwortete: "Organisationsentwicklung."

Am Gesichtsausdruck merkte ich, dass sie dies nicht verstehen. So suchte ich eine Übersetzung. "Also, sagt den Leuten:
Wenn eine Organisation, ein Team oder eine Person wirklich einen Schritt vorwärts machen wollen, sind sie bei mir richtig. Denn es macht mir Spass, sie zu unterstützen, (noch) besser werden zu wollen".